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Willkommen beim Interessen-Verband der Auslandsjäger – IVA e.V.

Das gemeinsame Streben, die Freude an der Natur und ihrer nachhaltigen Nutzung, das gemeinsame Erleben jagdlicher Höhepunkte verbindet fürs Leben. Im IVA finden Auslandsjäger zusammen – derzeit mit rd. 300 Mitgliedern weltweit.

Auf unserer Internetseite finden Sie Wissenswertes über die Auslandsjagd und über die Arbeit unseres Verbandes. Derzeit ist  vieles nur Mitgliedern vorbehalten, aber das soll sich schrittweise ändern.  FREI  ZUGÄNGLICHE Rubriken finden Sie auf der Seite „MITGLIED WERDEN“.

Der IVA ist jetzt auch auf facebook vertreten !  

Das IVA-Preisrätsel ist abgeschlossen, das Lösungswort war GIRAFFE. Das Buch ist auf dem Weg zum Glücklichen Gewinner. Herzlichen Glückwunsch und Dank an alle Mitratenden!!

 Das Präsidium

Prof. Dr. Harald G. Schweim

Präsident

Kirsten Möbus

Vizepräsidentin

Michael Möbus

Schriftführer

Markus Aigner

Schatzmeister

Angebot an alle an der Auslandsjagd gewerblich Interessierte

Die ganze Welt geht durch eine – Corona-bedingt – schwere Zeit. Seit Beginn 2020 sind wir im „Griff“ der Seuche Covid-19. Die Zahlen der Infizierten steigen weltweit (Nov. 2020) wieder dramatisch an, Fachleute verkünden, dass wir vermutlich auch 2021 noch betroffen sein werden, die Optimisten unter ihnen glauben an einen Impfstoff bis Mitte 2021.

Leider hat das auch starke Auswirkungen auf die Auslandsjagd und damit auf den IVA.  So musste das geplante Frühjahrsseminar entfallen und konnte erst in einer „Corona-Delle“ im September 2020 nachgeholt werden. Um in diesen schweren Zeiten eine Kommunikation mit den Mitgliedern aufrecht zu erhalten hat sich der Vorstand der früheren „Info-Briefe“ des IVA erinnert und will einen solchen virtuell, das heißt per E-Mail, zukünftig alle zwei Monate an alle Mitglieder versenden.

Die Testausgabe (mit Preisausschreiben) für den Dezember 2020 ist erschienen und an die Mitglieder versand.

Die Probleme für uns alle sind vielfältig, viele geplante Jagdreisen 2020 sind entfallen, dies hat auch für die, die gewerblich mit der Jagd  -also Sie – zu tun haben z.T. schwer getroffen. Auch von etlichen Anbietern haben wir  gehört, dass sie z.B. – aus Kostengründen – nicht auf die „Wild und Hund“ 2021 gehen werden.

Wir haben uns daher überlegt, dass Sie ihre von Ihnen gestaltetes Angebote – im Musterformat der Anlage – für  2021 im „Infobrief“, wenn Sie wünschen – für Sie kostenfrei, auch wiederholt – veröffentlichen können. 

Allerdings müssen wir uns vorbehalten, so das Angebot SEHR gut angenommen wird, auszuwählen bzw. auf die nächste Ausgabe zu vertagen.  Wir sind aber auch bereit Ihnen bis zu einer DIN A4 Seite für einen Beitrag von 50,- € einzuräumen. Wenn Sie das wünschen, nehmen Sie Kontakt über schweim [at] web.de auf.

Wir versprechen uns von diese Aktion doppelten Gewinn: Unsere Mitglieder erfahren von aktuellen Angeboten und Sie erreichen eine Zielgruppe, die wirklich viel im Ausland jagt.

Sollten Sie interessiert sein, senden Sie uns bitte baldmöglichst, bis spätestens 15.12.2020 eine entsprechende Datei (Bilder als jpg, Text als word-Dokument) per mail an die obige mail-Adresse.

Beste Grüße, Waidmannsheil, bleiben Sie gesund!

Harald Schweim, IVA-Präsident


Jägerin posiert mit getöteten Fuchs – wütende Kommentare beschäftigen Gericht  27.09.2020

Ein Foto, dass eine junge Jägerin auf ihrer Facebook-Seite veröffentlichte, hat eine Welle von Gerichtsverfahren ausgelöst.

Jetzt sind die Urteile gesprochen worden.

Eine Flut von Hasskommentaren nach dem Post einer jungen Jägerin hat in mehr als 50 Fällen zu juristischen Konsequenzen geführt. Dazu gehörten nach Angaben des Deutschen Jagdverbands (DJV) vom Samstag Strafbefehle, Urteile, Schmerzensgeld oder Unterlassungserklärungen.

Unter dem Pseudonym „Waidfräulein“ hatte die Frau aus Norddeutschland im Frühjahr 2018 ein Foto von sich mit einem zuvor von ihr erlegten Fuchs auf Facebook gepostet. Der Beitrag wurde bis heute mehr als 5000 Mal kommentiert, den Angaben zufolge gab es allein innerhalb von 48 Stunden mehr als 2000 Hasskommentare.

Mehrere 10.000 Euro Strafe und Verfahrenskosten für Hasskommentatoren

In Kooperation mit dem Jagdverband habe ein Experte für Internetkriminalität mehr als 50 Fälle erfolgreich abgeschlossen, hieß es. Weitere Verfahren laufen demnach noch.

„Neben Unterlassungserklärungen gab es über ein Dutzend straf- und zivilrechtliche Verurteilungen“, schreibt der Verband. Hasskommentatoren müssten insgesamt mehrere 10.000 Euro Strafen und Verfahrenskosten bezahlen.

Für die Beleidigung der Frau mit einer abfälligen Bezeichnung für das weibliche Geschlechtsorgan waren demnach 3800 Euro für Gericht, Anwalt und Schmerzensgeld fällig. „Miststück“ und „Abschaum“ kosteten 3300 Euro.

Attacken wie „Schlampe“, „besuchen, fesseln, knebeln“ und „Ladung Schrot ins Hinterteil“ führten zu Folgekosten von 2000 Euro. Auf „Ich sag nur Karma, Du Dreckstück“ folgten 1600 Euro und auf „Hässliche Frau, pass auf Deine Gesundheit auf. Wir finden Dich“ 1400 Euro an Kosten.

„Wir raten jedem, der von Hasskriminalität im Internet betroffen ist: Beweise sichern und Anzeige erstatten“, sagte DJV-Präsident Volker Böhning zu den Fällen. Es brauche einen langen Atem, aber Straftäter müssten lernen, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist.

Hasskommentare, Beleidigungen und kriminelle Drohungen sind im Internet an der Tagesordnung. Jetzt sollen sich Nutzer besser wehren können – mit neuen Regeln für Facebook, Instagram und Co.

Quelle: https://web.de/magazine/panorama/jaegerin-posiert-getoeteten-fuchs-wuetende-kommentare-beschaeftigen-gericht-35122106


ASP in Deutschland: Seuche könnte lange bleiben 20.09.2020

Die Bandbreite in anderen Ländern reicht von einem Jahr bis zu 30 Jahren: Wie lange die ASP demnach bei uns Wild- und Hausschweine gefährden wird, ist völlig unklar. Dass dadurch die Wildschweinpopulation ausgerottet wird, ist jedoch unwahrscheinlich.

Nach dem ersten Ausbruch in Deutschland ist nach Auskunft des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) offen, wie lange die Tierseuche Wild- und Hausschweine im Land gefährden wird. „Es gibt die ganze Bandbreite“, sagte der Präsident des Bundesforschungsinstituts bei Greifswald, Thomas Mettenleiter, der Deutschen Presse-Agentur. Als Beispiele nannte er Sardinien, wo die Seuche 1978 eingeschleppt worden sei und sie bis heute existiere. Spanien und Portugal hätten 30 Jahre lang bis Mitte der 1990er Jahre mit der Krankheit zu tun gehabt, Tschechien hingegen nur etwa ein Jahr. In Belgien seien nach den ersten Fällen 2018 im Frühjahr 2020 Virusgenome nur noch in alten Kadavern nachgewiesen worden. Während mehr als 90 Prozent der infizierten Schweine sterben, ist der Erreger für Menschen ungefährlich.

Afrikanische Schweinepest: Virus kann sehr lange überleben

Wie die Afrikanische Schweinepest (ASP) in den Landkreis Spree-Neiße in Brandenburg kam, ist noch ungeklärt. „Es sieht nach einer Westwärts-Ausdehnung des westpolnischen Geschehens aus“, sagte Mettenleiter. Der erste Fund sei etwa sieben Kilometer von der polnischen Grenze entfernt gemacht worden. Der Eintrag könne jedoch auch auf andere Weise erfolgt sein. „Ich will im Moment nichts ausschließen“, sagte der Virologe. Es gebe zwischen den Ausbrüchen in Westpolen und der betroffenen Region in Brandenburg Gebiete, in denen bisher keine ASP nachgewiesen worden sei. Es könne jedoch auch sein, dass Kadaver dort nicht gefunden wurden. Das Virus kann Mettenleiter zufolge sehr lange überleben, über Wochen und Monate. Bei kälteren Temperaturen bleibe der Erreger länger infektiös als bei wärmeren. „Deshalb ist die Kadaversuche so wichtig“, sagte er. Das Virus befindet sich in großen Mengen im Blut infizierter Tiere, so dass Kontakt mit Blut ein hohes Risiko birgt, wie Mettenleiter erklärte. Auch in rohem Schweinefleisch, Rohwürsten und Rohschinken kann der Erreger überdauern. Dies gelte auch für die Oberflächen kontaminierter Futtermittel, Werkzeuge und Kleidung, mit denen das Virus in Schweineställe eingeschleppt werden könne. Die beste Prävention sei es, die Ställe sicher zu machen.

Übertragung in Europa über Sekrete von Tier zu Tier

Mit einem Impfstoff rechnet Mettenleiter in überschaubarer Zeit nicht. Es werde an Impfstoffen gearbeitet, die Wildschweinen über Köder verabreicht werden könnten. Der Stoff müsste schnell zu einer so guten Immunität führen, dass die Tiere nicht infiziert werden können. Während der Erreger in Afrika auch von Lederzecken übertragen wird, erfolgt die Übertragung in Europa über Sekrete direkt von Tier zu Tier. Die Reduzierung der Wildschweindichte sei daher eine Maßnahme des Seuchenschutzes, sagte Mettenleiter. So seien die Fallzahlen im Baltikum zwar durch verstärkte Jagd gesunken, die Restpopulationen hätten sich aber schnell wieder vermehrt.

Dass die Seuche in einer Region eine größere Wildschweinpopulation ausgerottet habe, sei noch nicht passiert. „Ich gehe nicht davon aus, dass wir da auch nur in die Nähe kommen“, sagte Mettenleiter. „Die Population ist schneller als das Virus.“

Quelle: pak/dpa

 

 

 

 

 

 

Liebe IVA-Freundinnen und Freunde, meine sehr geehrten Damen und Herren,

Sie sind auf der Web-Site des Interessenverbandes  der Auslandsjäger e.V. (IVA e.V.) gelandet. Eines der „Großprojekte“ des IVA. Wir freuen uns, dass Sie da sind! Wir versuchen die Seiten ständig zu aktualisieren, sie bieten eine Fülle von Informationen. Schauen Sie sich doch einmal um!!

……. und, ach ja, ein Teil ist nur für Mitglieder reserviert. Aber eine Seite mit einem Mitgliedsantrag finden Sie auch. Mit derzeit nur 90,-€ / Jahr (ab 2019, bis 35 Jahre 25,-€ bleibt konstant) können Sie dabei sein.

Corona-bedingt ist leider unsere 46. Seminarveranstaltung, die im Frühjahr 2020 geplant war, ausgefallen und auch 2021 „wirkt“ Corona noch, bis auf weiteres  können KEINE Präsenzangebote gemacht werden und auch unser Messeauftritt muss leider entfallen. Dafür – als kleiner Ersatz – gibt es eine „Luxus“-Ausgabe des Durchblick und den wiederbelebten Info-Brief. Wir bedauern die Ausfälle aber es liegt nicht in unserem Einflussbereich!!

Wir konnten diese erst am 11. -13.09. 2020 als 47. Seminarveranstaltung mit a.o. Mitgliederversammlung und Neuwahlen im Jagdschloss Letzlingen durchführen.

Wie Sie sehen können mit Abstand und Maske (Hotel, Ausstellung usw.) und ohne Maske (aber Abstand) im Tagungsraum und im Freien

Vorab: Der „alte“ Vorstand ist auch der „neue“, da wir geschlossen zur Wiederwahl angetreten sind und einstimmig wiedergewählt wurden.  Näheres zur MV, wenn das Protokoll der Sitzung vorliegt.

Wir haben nach den überraschenden Tod von Claus Oelkers große Schwierigkeiten gehabt an seine Unterlagen zu kommen, aber letztlich haben die Vizepräsidentin und der Schriftführer zusammen mit einem neuen Partner Gottfried Herr (Safari-Discoverer Verlag Attendorn) eine neu gestaltete  Ausgabe des „Durckblick“ 2020 erarbeitet und herausgegeben.

Probe-Exemplare können bei über schweim[at] web.de angefordert werden. Das Kontaktformular wird derzeit so mit „spam“ überschüttet, dass es faktisch für ernsthafte Anfragen ausfällt, weil diese im „spam“ untergehen.

Bitte daher für Anfragen nur schweim [at] web.de.

Die letzte 45. Seminarveranstaltung vor Corona war im September 2019 nahe Regensburg in Pettendorf -Mariaort und unter Nutzung der Schießanlage „Am Bockenberg“. Auch über diese Veranstaltung berichtete der Durchblick.

Die vorletzte 44. Seminarveranstaltung vor Corona war im April 2019 die sehr gut angekommene Tagung  im Jagdschloss Letzlingen/Gardelegen,  zusammen mit einer a. o. Mitgliederversammlung und einem Schießen auf dem Schießplatz am Kahnberg mit 200 und 300 m Bahn. Insgesamt waren es 34 Teilnehmer (neuer Rekord) und 17 Schützen. Es war  überaus erfolgreich, mit informativ-spannenden Vorträgen, u.a. Jagd in Russland und GUS, Kamerun, Malysia, Mauretanien, Namibia, Südafrika, der waidgerechter Schuss und Fallstricke bei Jagdreisen. Stilvoll umrahmt wurde die Veranstaltung mit eine Präparate-Ausstellung durch Martin Baum. Über die Stunden  auf dem Schießplatz – „Long-Range“ und Großkaliberschießen – am Freitag und die Inhalte der Vorträge und die Ergebnisse der MV wurde im  „Durchblick“ berichtet.


Auch im Jahre 2020 waren wir mit dem NEUEN Messestand (siehe Foto) und NEUEM Konzept wieder auf der Jagd und Hund vertreten, viele gute Kontakte und Gespräche entstanden. Wie es 2021 sein wird, ist derzeit noch unklar. Die Linke, die Grünen (die in der 2020-Wahl 24% erzielten) und die FDP im Rat der Stadt haben sich gegen Trophäenjagd-Angebote auf der Messe ausgesprochen. (Alle 2020 zusammen 37,2%). Beide OB-Kandidaten (Stichwahl) haben sich auch gegen die Trophäenjagd ausgesprochen. Die (afrikanischen) Länder, die auf die Einnahmen daraus angewiesen sind, werden in „Kolonialherrenmanier“ nicht berücksichtigt. Wird der Schwachsinn umgesetzt, werden wir nicht auf der Messe sein.     

Wir haben  ja beschlossen mit unserem Seminar „durch die Republik ziehen“. Das 43. Seminar war in Petersberg bei Fulda, (fast) der Mittelpunkt Deutschlands,  der  Ort für das 42. Seminar war in Wachtberg in NRW (das Bundesland, aus dem die meisten Mitglieder kommen) und für das 41. Seminar war es Günzburg nahe Ulm. Das 40. Seminar, das letzte unter der Leitung von Hans-Joachim Schick, auf dem der heutige Vorstand erstmals gewählt wurde, war im Landgasthaus Fischer in Riehe.

In Coronazeiten sind auch viele Jagdreisen entfallen und bei anderen gab es Probleme, so dass 2020 viele beratende Telefonate und mail-Anfragen zu Flugbuchungen (wie mein Geld zurück?) vergleichbares zu Reiseabsagen, Trophaen-Transport  usw. zu unserer Hauptaufgabe wurden. Für die nahe Zukunft wird die Mitglieder (neu) Gewinnung, insbesondere unter jüngeren Jägerinnen und Jäger eine Kernaufgabe sein. Wir arbeiten daran, hierfür neue Weg zu entwickeln.

Damit wünsche ich Ihnen  alles Gute, Waidmannsheil und bis zum nächsten IVA-Seminar als neues oder „altes“ Mitglied !

Ihr Harald G. Schweim


Stand 20. Februar 2021: Aktuelles zur ASP

Der ASP-Verdachtsfall im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald wurde vom Friedrich-Loeffler-Institut am vergangenen Freitag (19.02.21) amtlich bestätigt. Der tote Frischling war kurz zuvor in der Nähe von Trebitz bei Lieberose gefunden worden. Der Fundort befindet sich im bereits bestehenden Kerngebiet 3 (Friedland), das sich über eine Fläche von rund 2.100 Hektar in den Landkreisen Oder-Spree und Dahme-Spreewald erstreckt.

Das Nationale Referenzlabor für die Afrikanische Schweinepest (ASP) – das Friedrich-Loeffler-Institut – hat bis heute bei 700 Wildschweinen den ASP-Verdacht bestätigt. Erstmals wurde ein infizierter Frischling im Landkreis Dahme-Spreewald gefunden. Damit sind nun vier Landkreise in Brandenburg direkt von der ASP betroffen.  Die deutschen Hausschweinbestände sind derzeit frei von ASP.

Doppelte Umzäunung der „Weißen Zone“ fast fertig

Die doppelte Umzäunung der Weißen Zone, die die Kerngebiete in den Landkreisen Oder-Spree, Spree-Neiße und Dahme-Spreewald umschließt, sei auf dem Gebiet des Landkreises Dahme-Spreewald nahezu fertiggestellt. Das bestätigte die untere Jagdbehörde gegenüber der Märkischen Oderzeitung. Im benachbarten Landkreis Oder-Spree sei der Bau der doppelten Umzäunung bereits fertiggestellt. Allein in Oder-Spree wurden 200 km Festzaun zur Eingrenzung und Segmentierung des Kerngebietes 3 errichtet. In der Weißen Zone soll, ebenso wir im Kerngebiet 1, der Wildschweinbestand auf Null gebracht werden, um ein Übergreifen der ASP auf Nutztierbestände zu verhindern.

Schwarzwildentnahme verläuft schleppend

Insgesamt, so berichtet die Märkische Oderzeitung, leben allein in den Restriktionsgebieten des Landkreises Oder-Spree schätzungsweise etwa 10.000 Schwarzkittel, die getötet werden sollen. Dazu werden sie mit Mais und Duftstoffen in hunderte von aufgestellten Lebendfallen gelockt, dort geschossen und dann entsorgt. Das sei jedoch nicht einfach, da die Tiere sehr lernfähig sind. Insbesondere bei den kleinen Fallen gebe es Probleme. Denn wenn ein Artgenosse in die Falle getappt sei, suchen die anderen schnell das Weite. Wie viele Wildschweine bisher auf diese Weise gefangen werden konnten, ist nicht bekannt.

Im März frischen die Bachen

Einigen Landwirten und Jägern geht dies jedoch nicht schnell genug. Sie fordern, der Kreis müsse ein Bejagungskonzept erstellen und auch Treibjagden anordnen. Denn ab März, wenn die Sauen frischen, werde die Bekämpfung noch schwieriger, befürchten sie. Zudem wollen die Bauern Klarheit, ob sie nach dem Abtauen des Schnees in den Kernzonen wieder auf ihre Felder dürfen. Die Kreisverwaltung verspricht dazu einen Leitfaden des Landes, der spätestens Mitte März vorliegen sollte, heißt es dazu in Märkischen Oderzeitung.

Treibjagden lehnt man von offizieller Seite jedoch ab. Denn sie würden die Tiere nur versprengen und daher der ASP-Verbreitung sogar noch Vorschub leisten. Die Verwaltung spricht sich jedoch dafür aus, die Prämie für jedes erlegte Tier auf 150 € zu erhöhen. Eine derartige Lösung müsse allerdings landesweit einheitlich erfolgen, um die Gefahr von „Schwarzwildtourismus“ zu verhindern.

Afrikanische Schweinepest in Brandenburg

In Brandenburg breitet sich die ASP weiter aus. Der Landkreis Dahme-Spreewald informierte am 17. Februar darüber, dass ein totes Wildschwein in der Nähe von Trebitz bei Lieberose gefunden wurde. Der Fundort liegt in der bereits eingerichteten Kernzone des Landkreises in unmittelbarer Nähe zur Oder-Spree-Kreisgrenze. Deshalb wird der Fund keine Auswirkung auf die festgelegten Restriktionszonen haben.

Die Ministerien für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz und für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg bitten um besondere Vorsicht an den Wildschutzzäunen, die in den von der ASP betroffenen Landkreisen errichtet wurden.

Afrikanische Schweinepest in Polen

Im Nachbarland Polen wurden in diesem Jahr bereits 831 Wildschweine positiv auf das ASP-Virus beprobt. Auf die vier grenznahen Verwaltungsbezirken Lebus, Großpolen, Niederschlesien und Westpommern entfallen insgesamt 545 der 831 ASP-Fälle. Dies entspricht ungefähr 66 Prozent. Auf polnischer Seite werden besonders im Bereich um Bad Muskau und Kürstrin-Kietz immer wieder infizierte Wildschweinkadaver nur wenige Meter entfernt von der Deutsch-Polnischen Grenze gefunden.

Die Fundorte der bestätigten ASP-Fälle im Überblick
Landkreis ASP-Fälle bei Wildschweinen
Spree-Neiße (BB) 37
Oder-Spree (BB) 338
Görlitz (SN) 19
Märkisch-Oderland (BB) 180
Gesamt (Deutschland) 574

Stand der Fallzahlen: 27. Januar 2021

Tiergesundheits-Troika etabliert

Deutschland, Polen und Tschechien wollen die grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Kampf gegen die ASP verstärken. Deshalb vereinbarten die Länder abgestimmte Maßnahmen und eine Kooperation. Unter anderem soll auf Ebene der Landwirtschaftsminister sowie auf Ebene der Chef-Veterinäre eine gemeinsame Tiergesundheits-Troika etabliert werden. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner betont, wie wichtig es sei, die Situation gemeinsam im Auge zu behalten und die ASP grenzübergreifend zu bekämpfen. Ziel ist die gegenseitige Unterstützung, sowohl materiell als auch durch fachliche Expertise. Maßnahmen sollen besser abgestimmt werden, zum Beispiel indem die Bejagung in Grenzgebieten besser koordiniert wird.

Eine epidemiologische Untersuchung von vier Skeletten in Oder-Spree hatte einen Seucheneinschleppungszeitpunkt in der ersten Juli-Hälfte ergeben. Eine solche Untersuchung sei für das zweite Kerngebiet, im Landkreis Märkisch-Oderland, derzeit noch im Gange, so das Ministerium. Hausschweinbestände sind in Deutschland weiterhin ASP frei.


++++Geflügelpest ++++

20. Februar 2021:

Vogelgrippe-Virus in Russland: H5N8 erstmals bei Menschen nachgewiesen

Mitten in der Corona-Pandemie wird erstmals beim Menschen das Vogelgrippe-Virus H5N8 nachgewiesen. In der Zukunft könnte der Erreger mutieren.
  • In Russland ist erstmals eine Übertragung des H5N8-Vogelgrippe-Virus auf den Menschen festgestellt worden.
  • Für Vögel ist der Erreger in aller Regel tödlich.
  • Die Behörden schließen mögliche Mutationen in der Zukunft nicht aus.

Moskau – Nach Angaben der Behörden sind in Russland die weltweit ersten Übertragungen des H5N8-Vogelgrippe-Virus auf den Menschen nachgewiesen worden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sei über diese „wichtige Entdeckung“ bereits informiert worden, äußerte sich die Leiterin der russischen Gesundheitsbehörde, Anna Popowa, am Samstag (17.2.2021).

Vogelgrippe in Russland: H5N8-Virus bei Arbeiter:innen in Geflügelfabrik nachgewiesen

Wissenschaftler:innen des Labors Vektor hätten das Virus bei sieben Menschen in einer Geflügelfabrik in Südrussland nachgewiesen, in der im Dezember bei Tieren die Vogelgrippe aufgetreten war. Popowa sagte im russischen Staatsfernsehen, die infizierten Personen fühlten sich „gut“. Schwerwiegende gesundheitlichen Folgen hätten sie nicht erlitten, insgesamt betrachtet sei die Krankheit mild verlaufen.

Popowa lobte „die wichtige wissenschaftliche Entdeckung“. Die Zeit werde zeigen, ob das Virus weiter mutiere. Da sich der Erreger derzeit offenbar noch nicht von Mensch zu Mensch übertrage, gebe das „der ganzen Welt Zeit, uns auf mögliche Mutationen vorzubereiten und angemessen und rechtzeitig zu reagieren“.

H5N8-Virus für Vögel in aller Regel tödlich

Das Labor Vektor sei bereit, mit der Entwicklung von Testkits zu beginnen, um Ansteckungen beim Menschen zu erkennen, sagte Laborchef Rinat Maxjutow in einer im Fernsehen übertragenen Rede. Zudem werde das Labor mit der Arbeit an einem Impfstoff beginnen. Zu Sowjetzeiten wurden im Vektor-Labor in der Region Nowosibirsk biologische Waffen entwickelt. Heute steht das Labor hinter einem der drei in Russland zugelassenen Corona-Impfstoffe.

11. Januar 2021: Ausbruch in Putenmastbetrieb in Cloppenburg

Der Landkreis Cloppenburg teilte am Sonntag mit, dass die H5N8Vogelgrippe (Geflügelpest) in einem Betrieb mit 14.500 Puten aufgetreten ist. Der Betrieb befindet sich in der Gemeinde Garrel. Der Bestand wurde komplett gekeult.

8. Januar 2021: Weitere Fälle in Niedersachsen

In der Gemeinde Garrel wurden zwei weitere Ausbrüche der hochpathogenen Aviären Influenza mit dem H5N8-Virus in Putenbetrieben nachgewiesen. Die Bestände mit 14.000 und 9.000 Puten wurden geräumt. Somit sind nach amtlichen Angaben im Landkreis Cloppenburg bisher 14 Ausbruchsbetriebe mit insgesamt rund 171.000 Tieren (davon 154.000 Puten und 17.000 Enten) betroffen, wie die Deutsche Presseagentur berichtet.

1.800 Gänse müssen in Schleswig-Holstein gekeult werden

Das Friedrich-Loeffler-Institut hat den Nachweis des Geflügelpesterregers H5N8 in einer Gänsehaltung mit 1.800 Tieren im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein bestätigt. Nach vermehrten Tierverluste in der Haltung hatte das Veterinäramt Proben genommen, die nun positiv auf die Vogelgrippe getestet wurden. Gemäß Geflügelpest-Verordnung erfolgen die tierschutzgerechte Keulung und Entsorgung aller Gänse der Geflügelhaltung. Darüber hinaus wurde bei insgesamt 46 weiteren Wildvögeln aus den Kreisen Nordfriesland, Dithmarschen, Steinburg, Pinneberg, Segeberg und Ostholstein der Geflügelpesterreger nachgewiesen. Die Zahl der landesweiten Geflügelpestnachweise bei Wildvögeln im aktuellen Geschehen ist damit auf insgesamt 372 gestiegen. Hierbei wurden Geflügelpesterreger der Subtypen H5N8, H5N5, H5N3 sowie in einem Fall H5N1 nachgewiesen.

Erster Vogelgrippe-Ausbruch in Geflügelbestand in Sachsen

In Sachsen ist der erste Fall von Geflügelpest in einem Unternehmen am 25.12.2020 bestätigt worden. Betroffen ist ein Geflügelzuchtbetrieb mit 9.000 Gänsen in Grimma im Landkreis Leipzig. Laut Gesundheitsministerium haben die Veterinärbehörden den Tierbestand sofort gesperrt. Die Tötung und Beseitigung der Tiere seien eingeleitet worden, hieß es. „Alle Tierhalter müssen sich jetzt an die erlassenen Vorschriften halten, um eine Ausbreitung der Vogelpest zu verhindern“, erklärte die sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Freitag. „Es ist schon sehr herausfordernd, dass nach der Corona-Pandemie und der Afrikanischen Schweinepest mit der Geflügelpest uns jetzt der dritte Krisenfall ereilt.“ In Sachsen war in der aktuellen Vogelgrippe-Saison bisher nur ein Wildvogel im Landkreis Nordsachsen positiv getestet worden.

 Ministerin Otte-Kinast stellt Krisenfall fest

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigte am 22. Dezember, den Verdacht auf Geflügelpest in einem Mastputenbetrieb in Niedersachsen. Im Betrieb im Landkreis Oldenburg sind 13.000 Tiere vom H5N8-Virus betroffen, einem hoch ansteckenden Subtyp der Vogelgrippe. Die Tötung der 13.000 Tiere wurde bereits angeordnet, Grundlage hierfür ist die Geflügelpest-Verordnung des Landkreises.  In einem Radius von drei Kilometern um den Mastputenbetrieb wurde ein Sperrbezirk eingerichtet, in einem Radius von zehn Kilometern gibt es ein Beobachtungsgebiet.  Da bereits gestern in einem  Nutzgeflügelbestand im Landkreis Cloppenburg 17.000 Puten notgeschlachtet werden mussten, rief Ministerin Otte-Kinast den Tierseuchenkrisenfall für das Bundesland Niedersachsen aus und ordnete die Errichtung eines Krisenkoordinierungsstabes an.

 Anstieg der Geflügelpest-Befunde in SH

In Schleswig-Holstein steigt die Anzahl der Fälle der Geflügelpest weiter an, wie aus der Datenbank des Tierseucheninformationssystems (TSIS) hervor geht. Für den 21. Dezember wurde die Aviäre Influenza bei Wildgänsen und Wildvögeln aus mehreren schleswig-holsteinischen Landkreisen gemeldet.

Die Vogelgrippe trat nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) in den vergangenen Wochen vermehrt in neun Landkreisen auf: Nordfriesland, Dithmarschen, Pinneberg, Rendsburg-Eckernförder, Steinburg, Herzogtum Lauenburg, Segeberg, Ostholstein und Plön. Ungefähr die Hälfte der Nachweise der Geflügelpest erfolgte bei Gänsen. Erstmalig wurde der Subtyp H5N3 bei einer Probe eines Knutts nachgewiesen.

Die Gesamtzahl der Nachweise bei Wildvögeln liegt in Schleswig-Holstein bei ungefähr 325 Fällen, seit Beginn des Geschehens liegt die Zahl bei 15.700. Zuletzt gab es im November einen landesweiten Anstieg der Geflügelpest.

15. Dezember 2020: Zuchtunternehmen in den Niederlanden betroffen

In einem Zuchtunternehmen mit ungefähr 28.000 Hühnern in Buitenpost in der niederländischen Provinz Friesland trat die Vogelgrippe auf. In einem Umkreis von zehn Kilometern, in dem 22 weitere Geflügelfarmen liegen, wurde ein Transportverbot verhängt. Es gilt sowohl für Tiere, tierische Produkte als auch Produkte von Betrieben mit Geflügel. Die Keulung der Tiere wird Angaben zufolge von der niederländischen Behörde für Sicherheit von Lebensmitteln und Verbraucherprodukten (NVWA) durchgeführt.

11. Dezember 2020: Vogelgrippe bei Schwänen nachgewiesen

Der Landesbetrieb Hessisches Landeslabor hat bei fünf Höckerschwänen in Hessen den Ausbruch der Geflügelpest nachgewiesen. Das nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler Institut in Greifswald hat diesen Nachweis heute bestätigt. Die Tiere wurden zuvor im Schutzgebiet Vogelsbergteiche in Freiensteinau tot aufgefunden.

29. November 2020: 10.000 Truthähne in England betroffen

Nach einem Ausbruch der Vogelgrippe auf einer Farm im Norden von England sollen mehr als 10.000 Truthähne gekeult werden, schreibt die dpa. Außerdem sei eine Sicherheitszone von mehreren Kilometern Umkreis um die Farm in North Yorkshire errichtet worden. „Wir schauen im Umkreis mit großer Dringlichkeit nach Hinweisen auf die Krankheiten, um die Seuche zu kontrollieren und zu eliminieren“, sagte die britische Chef-Veterinärin Christine Middlemiss.

28. November 2020: Hobby-Bestand in den Niederlanden

Im niederländischen Mijdrechtwurde in einem Hobby-Bestand mit etwas 300 verschiedenen Vögeln die H5-Vogelgrippe diagnostiziert. Es ist wahrscheinlich eine hoch pathogene Variante der Vogelgrippe. Die Keulung wird von der niederländischen Behörde für Sicherheit von Lebensmitteln und Verbraucherprodukten (NVWA) durchgeführt.

27. November 2020: Ausbruch auf Broilerfarm in Belgien

Auf einer belgischen Broilerfarm mit 151.000 Tieren wurde das H5N8-Virus nachgewiesen. In kurzer Zeit waren 600 Tiere verendet. Wie das Internationale Tierseuchenamt in Paris meldet, liegt der Betrieb in Menen unmittelbar an der französischen Grenze.

24. November 2020: 930.000 Legehennen werden in Polen gekeult

Am 24. November wurde ein Ausbruch der Vogelgrippe auf einer Farm in Westpolen entdeckt. „Es ist ein Betrieb mit 930.000 Legehennen. Es gibt auch Felder in der Nähe mit Gänsen und anderen Wildvögeln“, zitierte die staatliche polnische Nachrichtenagentur PAP die örtlichen Veterinärbehörden. Es wurde hinzugefügt, dass die Keulung 26. November beginnt und bis zu sechs Tage dauern kann.

24. November 2020: weitere Geflügelpest-Fälle in Schleswig-Holstein

Das Nationale Referenzlabor – das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) – hat für das Bundesland Schleswig-Holstein 41 weitere Fälle der Vogelgrippe bei Wildvögeln bestätigt. Die Nachweise der Befunde bei den Wildvögeln stammen aus folgenden Landkreisen: Nordfriesland, Dithmarschen, Pinneberg, Segeberg, Rendsburg-Eckförde und Herzogtum Lauenburg. Zudem wurde ein fünfter Fall der Vogelgrippe einer Hausgeflügelhaltung in SH amtlich festgestellt. Die 630 Tiere gehören zu einer Gänsehaltung im Kreis Dithmarschen. Gemäß der Geflügelpest-Verordnung wurde die Tötung und fachgerechte Entsorgung der Tiere in der Haltung angeordnet. Um den Ausbruchsbetrieb herum wird ein Sperrbezirk von mindestens drei Kilometern sowie ein Beobachtungsgebiet von zehn Kilometern entstehen. Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht berichtet von einem bundesweiten „Anstieg der Geflügelpestnachweise bei Wildvögeln“.

21. November 2020: Erste Vogelgrippe-Fall in Berlin

Nach mehreren Bundesländern hat die Geflügelpest auch Berlin erreicht. Der Erreger wurde bei einer Wildgans nachgewiesen, wie die Senatsverwaltung für Verbraucherschutz am Samstag mitteilte. Das tote Tier war im Ortsteil Lichterfelde gefunden worden. Wer Geflügel hält, soll die Tiere vor Kontakt zu Wildvögeln schützen. Wer Tote Wasser-, Raben- oder Greifvögel finde, solle das Veterinäramt das Bezirks informieren. Kranke oder tote Tiere sollten nicht angefasst, Federn nicht gesammelt werden. In Berlin war die Geflügelpest zuletzt vor vier Jahren aufgetreten. 60 Wildvögel waren betroffen.

20. November 2020: Erste Fälle in Bayern bei Wildenten

Ein erster aktueller Fall von Geflügelpest in Bayern ist amtlich bestätigt: Im Rahmen des bayerischen Wildvogelmonitorings wurde im Landkreis Passau am 19. November bei mehreren gesund erlegten Wildenten das Geflügelpest-Virus vom nationalen Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut nachgewiesen. Zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung der Geflügelpest und insbesondere zum Schutz von Haus- und Nutzgeflügel wird deshalb im gesamten Landkreis Rottal-Inn und in großen Teilen des Landkreises Passau eine Aufstallungspflicht für Haus- und Nutzgeflügel angeordnet werden. Das teilte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber heute in München mit. Glauber weiter: „Unser Wildvogelmonitoring war als Frühwarnsystem erfolgreich. Wir haben die Geflügelpest erkannt, bevor sie unsere Nutzgeflügelbestände erreichen konnte. Wir werden das bestehende Wildvogelmonitoring weiter intensivieren.“

Aufgrund der aktuellen Entwicklung der Geflügelpest in Deutschland und Bayern werden aktuell in allen Landkreisen und kreisfreien Gemeinden in Bayern mögliche Präventionsmaßnahmen für die Geflügelhaltungen geprüft. Bürger, die tote Vögel auffinden, sollten diese nicht anfassen und entsprechende Funde den lokalen Behörden melden. Eine Ansteckung des Menschen über Wildvögel oder deren Ausscheidungen ist nach dem bisherigen Kenntnisstand noch nicht bekannt geworden.

Aufgaben und Ziele

Auslandsjäger informieren

  • von Mitglied zu Mitglied
  • bei Info-Seminaren
  • über die IVA Homepage
  • durch Jagdberichte von Mitgliedern
  • in der Zeitschrift „DURCHBLICK“
  • durch Info-Briefe und E-Mails
  • durch die Bereitstellung der IVA -„Jagdberichte-kompakt“
  • jagdliche Aus- und Weiterbildung

Wildbestände fördern

  • Mittel für (internationale) Projekte zur Wilderhaltung und Wildwideransiedelung sammeln und bereitstellen
  • Missstände bei (internationalen) Projekten offen legen und darüber berichten
  • (Internationale) Projekte fördern und wissenschaftlich begleiten lassen
  • (Internationale) Trophäenjagd auf ungefährdete Arten ist aktiver Naturschutz für gefährdete Arten
  • über die Erträge der Jagd der einheimischen Bevölkerung den Wert des Wildes klar machen und so aktiv Wilderei bekämpfen

Waidgerecht jagen

  • Das Jagdrecht des jeweiligen (Gast-) Landes achten
  • Nicht vom Auto aus schießen – sondern zu Fuß pirschen
  • Ohne künstliches Licht jagen
  • regelmäßiges Schießtraining unter „Auslandsbedingungen“ (passende Kaliber und realistische Entfernungen)
  • Testschießen der Waffe oder Leihwaffe vor der Jagd im Jagdgebiet
  • keine Jagd ohne gesicherte Nachsuche (z.B. brauchbare Hunde)
  • Achtung vor der Natur und Kreatur bewahren, nur nachhaltig jagen

Jagen in freier Wildbahn

Das ist die Sehnsucht des Jägers, der aus den abgesteckten Grenzen heimischer Reviere hinaus und im Ausland jagen will.

Der Anbietermarkt ist unüberschaubar groß, sowohl für die klassischen Jagdländer als auch für die dortigen Wildarten und vielversprechenden Regionen mit ihren Jagdveranstaltern und Berufsjägern. Genau hier hilft der IVA – die einzige unabhängige Interessenvertretung der Auslandsjäger.  

Hier können Sie sich bei Bedarf den IVA-Fragebogen „Buchung einer Auslandsjagd“  herunterladen. Sollten sich für Sie dabei Fragen ergeben, wenden Sie sich bitte an die dort angegebene Kontaktadresse des IVA. Wir bemühen uns dann, Ihnen weiter zu helfen.

IVA – die ungefilterte Erfahrung

Der IVA unterhält eine Datenbank mit ungefilterten Jagdberichten. Von Mitgliedern für Mitglieder: die IVA-Datenbank. Hier haben Sie den Zugriff auf viele persönliche Jagdberichte, neutral im Ansatz und kritisch in der Wertung für nachfolgende Jagdfreunde.

Rerum cognoscere causas – unsere Erkenntnisse sind Ihr Vorteil. Registrierte und freigeschaltete IVA-Mitglieder haben Zugriff auf alle Jagdberichte in unserem Blog.

Gründung und Entwicklung des IVA

„Wir sind gegen Filz und Profitgier. Wir wollen keine persönliche Vorteilnahme. Wir wollen uns gegenseitig informieren. Wir wollen uns gegenseitig uneigennützig helfen.“

Unter dieser Präambel wurde am 07. September 1997 der Interessen-Verband der Auslandjäger – IVA e.V. in Florstadt gegründet. Initiator war Dr. Reinald von Meurers, Arzt, Buchautor und Jäger „weltweit“, der auch erster Vorsitzender des Verbandes wurde. Eine Gruppe von 30 engagierten Jägern hatte sich gefunden, die mit Schwung an das Aufbrechen verkrusteter Strukturen im Bereich der Auslandsjagd gehen wollten. Dabei verfolgte man die Absicht, mit seriösen Anbietern und Berufsjägern zusammenzuarbeiten, Jagdreisen den Mitgliedern direkt zu offerieren und vor allem auch Missstände bei der Auslandsjagd aufzudecken und „schwarze Schafe“ beim Namen zu nennen. Ein wesentlicher Punkt sollte die detaillierte Information direkt von Mitglied zu Mitglied sein. Um dieses zu professionalisieren, wurde sehr bald an die Einrichtung einer Datenbank für Jagdberichte gedacht, die zur Information von den Mitgliedern auf der Homepage abrufbar ist.

Gründung 1997

Die Mitgliederversammlungen während der Gründerphase waren von erfrischender Kürze geprägt,  um dann den Informationen über die Erfahrungen zur Auslandsjagd breiten Raum einzuräumen. Die ersten beiden Versammlungen fanden in Florstadt statt. 1998 im August fand dann auch erstmals eine Versammlung mit Info-Seminar im norddeutschen Bereich, in Bad Nenndorf statt.

Die Arbeit an der gemeinsamen Aufgabe des IVA-Vorstandes begann darunter zu leiden, dass nicht mehr miteinander, sondern gegeneinander gearbeitet wurde, was schließlich dazu führte, dass anlässlich der Versammlung am 17.04.1999 in Florstadt der IVA-Vorstand mit seinen Gründungsmitgliedern geschlossen zurücktrat.

Ziel des folgenden Vorstandes mit dem Vorsitzenden Hans-Joachim Schick war es, unter Fortsetzung der Aufgaben des IVA zunächst einmal den Verband zu konsolidieren, und die Mitglieder von einer Zukunft des IVA zu überzeugen. Auch wurde das Ziel der Förderung gemeinnütziger Projekte aufgenommen.

Wesentliches Mittel der gegenseitigen Information stellt das Vereinsorgan „DURCHBLICK“ dar, der nachlesbare Informationen für die Mitglieder brachte. Seit 2003 erscheint der „DURCHBLICK“ 2 – mal jährlich in geänderter Aufmachung und professioneller Gestaltung mit hohem Informationswert. (2018 allerdings  durch MV-Beschluss nur einmal, es ist ein neuer Messestand zu finanzieren und – leider – durch den plötzlichen Tod von Dr. Claus Oelkers, der den Durchblick erarbeitete 2020 auch).

Die Mitgliederzahl des Vereines stieg auf über 300. Der „DURCHBLICK“ hat sich als wichtigste Informationsquelle für die Mitglieder entwickelt,  zusätzlich zu den Info-Seminaren, zu denen bis zu 80 Mitglieder gekommen sind, meist in jüngerer Zeit aber nur ca. 30, bei den letzten Seminare  nur etwa 20 und 2020 -Corona-bedingt – noch weniger.  Hat sich diese Veranstaltungsform überholt, müssen wir neue Wege gehen?

Gerade die Info-Seminare, die im Wechsel zwischen den Regionen in Deutschland stattfinden, waren immer eine besonders gute Informationsquellen und Möglichkeit zum Austausch. Im unmittelbaren Gedankenaustausch von Jagdfreund zu Jagdfreund können neueste Erkenntnisse über die Auslandsjagd und Erlebnisse dort weitergegeben werden, und Jäger sind ja häufig auch gesellige Menschen, was bei den geselligen Beisammensein nach den Info-Seminaren sehr schön gelebt wird.

Eine weitere wichtige Informationsquelle für die Mitglieder ist die Datenbank der Jagdberichte. Jedes Mitglied ist gehalten, nach seiner Auslandsjagdreise ein formatiertes Formular, nämlich das Formblatt „Jagdbericht“ auszufüllen und dem Präsidenten oder dem Schriftführer zu senden, die es nur für Mitglieder auf der homepage recherchierbar zur Verfügung stellen. Auch hier zeichnet sich leider ein Wandel ab, es kommen immer weniger Berichte. Trägheit, Überlastung oder Gleichgültigkeit? Oder auch hier ein überholtes Verfahren?

Des Weiteren steht die Homepage des IVA für Informationen zur Verfügung.  Wir wünschen uns, dass sie in ihrer neuen Form besser zu aktueller Information angenommen wird Es hat sich auch ein sehr reger und wertvoller Informationsaustausch der Mitglieder über E-Mails entwickelt: Anfragen werden an den Schriftführer oder Präsidenten gemailt, die dann die Anfrage an alle Mitglieder oder bestimmte Mitglieder mit entsprechender Kenntnis weitergibt. Zusätzlich werden in unregelmäßigen Abständen „Info-Mails“ zu aktuellen Themen an alle Mitglieder versandt.

Als frühe Projekte des IVA wurde die Geparden- und Leopardenforschung des Okatumba-Wildlife-Research in Namibia finanziell gefördert, im weiteren auch über den namibischen Berufsjagdverband, der NAPHA, Mittel für die Ausbildung von Fährtensuchern und Jagdhelfern zur Verfügung gestellt.

Auslandsjäger bekommen besonders die bürokratische Akribie von Beamten bei der Grenzüberschreitung mit Feuerwaffen zu spüren und sind kritische Beobachter bei der Entwicklung des internationalen Waffenrechts. In Konsequenz wurde daher der IVA als Institution Mitglied im Forum Waffenrecht, um auch über diese Schiene Mitwirkungsmöglichkeiten bei der Entwicklung des Waffenrechts zu haben. Der Auslandsjäger muss auch in besonderem Maße auf seine Haftpflichtversicherung achten, wobei die Höhe der Deckungssumme fürs Ausland eine wesentliche Rolle spielt.

Im Jahre 2000 nahm der IVA erstmals mit einem Stand an der Messe „Jagd & Hund“ in Dortmund teil, die seit dem bis heute regelmäßig „beschickt“ wird. Der Erfolg der Messeteilnahme liegt darin, dass dort die meisten neue Mitglieder gewonnen werden konnten, weshalb wir die Messepräsenz, trotz enorm angestiegener Kosten, auch in Zukunft  nicht aufgeben wollen.

In den Jahren 2004 und 2005 förderte der IVA die Einrichtung eines Naturschutzgebietes mit jagdlicher Nutzung im Erongo / Namibia. Insbesondere das Spitzmaulnashorn ist hier mit großem Erfolg wieder angesiedelt worden, in Namibia lebt die größte freilebende Population von Spitzmaulnashörner weltweit mit rd. 2000 Tieren. Seit 2010 wurde das  Projekt „Brown Hyena“ (Schabracken-Hyäne, Strandwolf) von Frau Dr. Wiesel in Lüderitz / Namibia gefördert. Leider reichen unsere Mittel derzeit nicht für eine Weiterförderung.

Im Jahre 2017 hat Hans-Joachim Schick aus gesundheitlichen Gründen (2018 verstorben) die Führung des IVA aufgegeben  und mit ihm war sein ganzes Team zurückgetreten.  Es  wurde ein neuer Vorstand unter Prof. Dr. Harald G. Schweim gewählt und dieser 2020 für weitere 3 Jahre im Amt bestätigt. (Siehe aktueller Vorstand).

Für die Zukunft wird überlegt, ob der IVA (wieder) Jagdreisen veranstalten sollte, um Mitglieder, besonders jüngere (der IVA leidet an Überalterung) zu gewinnen. Auch ein „Wiederaufleben “ des früheren „Infobriefes“ wird angedacht sowie andere „modernere“ Kommunikationsmittel.

Der IVA besteht seit 1997, also über 20 Jahre, und hat seitdem vieles für seine Mitglieder bewirken können. Aber die Aufgabe ist längst noch nicht zu Ende, und es wird noch ein weiter Weg sein, um DER Verband der Auslandsjäger zu werden. Gleichwohl kann man sagen, dass die Stimme des IVA sehr wohl auch schon jetzt gehört wird und Beachtung findet. Er ist von der Mitgliederzahl und seiner Ausrichtung her für jeden Auslandsjäger (nicht nur in Afrika!)  die richtige Interessenvertretung.

Harald G. Schweim für den Vorstand,  September 2020 

Präsident Prof. Dr. Harald G. Schweim

Vizepräsidentin Kirsten Möbus

Schriftführer Michael Möbus

Schatzmeister Markus Aigner

Referent für Öffentlichkeitsarbeit
seit 2010 – nicht besetzt. Wahrnehmung durch VP’in

Ein Passwort für die Mitgliederseite müssen Sie leider

– wg. Verhütung von Missbrauch –

extra von schweim@web.de anfordern.