Notfallkit für die Wildnis:   

  • Digitales Fieberthermometer (sowohl bei Fieber als auch zur Stadieneinteilung einer Unterkühlung sinnvoll einsetzbar)
  • Verbandschere
  • Pinzetten (zur Entfernung von Fremdkörpern aus Wunden und zur Zeckenentfernung)
  • Mindestens vier sterile Kompressen
  • Elastische Binden
  • Tape-Band
  • Sicherheitsnadeln
  • “Rettungsdecke“ zum Wärmeerhalt
  • Wundschnellverbände („Pflaster“)
  • Dreiecktuch
  • Auch für Männer: Tampons (bei Nasenbluten zur Blutstillung, kann durch den Faden leicht wieder entfernt werden)
  • Wunddesinfektionsmittel, das auch auf Schleimhäuten eingesetzt werden kann (z.B. Octenisept®)
  • Wundverschlusstreifen (z.B. Steristrips®)
  • Für Ärzte mit chirurgische Erfahrung: Nahtmaterial,
  • für Ärzte ohne chirurgische Erfahrungen und Laien ggfs. Klammergerät (Einsatz NUR durch Fachkundige!)

Minimalausstattung  Medikamente für die Wildnis 

In der Wildnis sollten Medikamente bevorzugt in oral applizierbarer Form mitgenommen werden. Ampullen können leicht zerbrechen und führen in einigen Ländern bei Zoll- oder Polizeikontrollen dazu, dass der Reisende unter den Verdacht gerät, „Drogen“ zu besitzen.

  • Paracetamol 500 mg, 20 Tabletten (zum Fiebersenken und in Kombination mit Ibuprofen zur Analgesie)
  • Ibuprofen 600 mg, 20 Tabletten (Zur Analgesie mit Paracetamol 500 mg. Dann „zeitversetzt geben: alle 4 Stunden eine Tablette Paracetamol 500 mg im Wechsel mit einer Tablette Ibuprofen 600 mg)
  • Antibiotikum: Azithromycin 500 mg – kann bei schwerer Reisediarrhöe (mit Blutbeimengungen) bakteriellen Infekten der Atemwege und bei Erysipel eingesetzt werden. Ggfs. zusätzlich 500 mg Amoxicillin/125 mg Clavulansäure oder 4-mal tgl. 500 mg Flucloxacillin zur Anwendung bei verschmutzten Wunden
  • Mittel gegen Reisediarrhöe, z.B. Tanninalbuminat, Ethacridinlactat-Monohydrat (Tannacomp®)
  • Acetylsalicylsäure 500 mg als Kautablette – zur Anwendung beim akuten Myokardinfarkt
  • Abschwellende Nasentropfen Xylometazolin (Otrivin®, zahlreiche Generika) und Oxymetazolin (Nasivin®).
  • Antihistaminikum, z.B. Cetirizin (zahlreiche Generika)
  • Adrenalin Autoinjektor für schwere allergische Reaktionen. Kostengünstige Alternative: 1 Ampulle Adrenalin 1 mg, Insulinspritze zum Aufziehen, eine Kanüle für intramuskuläre Injektion. Die Dosierung bei schweren allergischen Reaktionen beträgt 0,5 mg (halbe Ampulle), intramuskulär in den lateralen Oberschenkel.

Nach: Dr. Andreas Leischker, Facharzt für Innere Medizin – Schwerpunkt Notfallmedizin, Sportmedizin und Physikalische Therapie, Leiter der Gelbfieberimpfstelle der Alexianer Krefeld GmbH und Ärztlicher Leiter des DRK Bildungszentrums Düsseldorf. Quelle: coliquio

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